Entdecke die Vorteile der Blutegeltherapie

Natürliche Heilung für deinen Hund

Blutegeltherapie für dein Tier

 

Die Blutegeltherapie gehört zu den ältesten Heilmethoden der Welt. Schon Hippokrates und die indische sowie chinesische Medizin beschrieben ihre Anwendung. Auch Hildegard von Bingen empfahl sie. In der modernen Medizin hat man den Blutegel in den 1980er-Jahren wiederentdeckt – seither wird er erfolgreich in Chirurgie, Unfallmedizin und bei vielen Erkrankungen eingesetzt.

Ein Vorteil für dein Tier: Blutegel belasten Herz, Leber, Nieren oder Magen nicht. Deshalb eignet sich die Therapie besonders auch für ältere Tiere.

 

Wie wirkt die Blutegeltherapie?

 

Wenn der Blutegel beißt, gibt er seinen Speichel in die Wunde ab. Darin stecken viele wertvolle Substanzen wie Hirudin, Calin, Eglin oder Hyaluronidase. Sie sorgen dafür, dass das Blut länger flüssig bleibt, Entzündungen gehemmt werden, Schmerzen nachlassen, Blutgerinnsel aufgelöst und die Durchblutung angeregt wird. Zusätzlich kommt es zu einer gewollten Nachblutung, die die Wunde reinigt und von Keimen befreit.

Der Biss ist für dein Tier kaum schmerzhaft – er fühlt sich ähnlich an wie ein Insektenstich. Ein Egel saugt meist 20 bis 120 Minuten lang und fällt dann von selbst ab.

 

Bei welchen Krankheiten kann die Therapie helfen?

 

Blutegel können dein Tier bei einer Vielzahl von Beschwerden unterstützen. Besonders häufig werden sie bei Arthrosen verschiedener Gelenke, Wirbelsäulenbeschwerden, Bandscheibenvorfällen, Patellaluxationen, Spondylose, Gonarthrose sowie Hüft- und Ellenbogendysplasien eingesetzt. Auch Sehnenentzündungen, Muskelfaserrisse und Myalgien sprechen oft gut auf die Behandlung an.

Nach Operationen oder Verletzungen fördern Blutegel die Heilung von Knochenbrüchen, Narben oder schlecht heilenden Wunden. Sie helfen, Schwellungen und Blutergüsse schneller abzubauen und machen Narben weicher und elastischer. Selbst bei Hauttransplantationen können sie verhindern, dass Blutstauungen die Heilung behindern.

Darüber hinaus zeigen Blutegel gute Wirkung bei Abszessen, Hämatomen, Thrombosen, Ödemen, venösen Stauungen sowie bei Hautproblemen wie Ekzemen, Pyodermien, Leckekzemen oder Mastitis (Gesäugeentzündung). In der Tiermedizin werden sie auch bei Analdrüsenentzündungen und beim Blutohr (Othämatom) erfolgreich eingesetzt.

 

Wann darf keine Blutegeltherapie gemacht werden?

 

Es gibt Kontraindikationen, bei denen eine Blutegeltherapie nicht erlaubt ist: Blutarmut (Anämie), Blutgerinnungsstörungen oder die Einnahme blutverdünnender Medikamente (z. B. Marcumar, Heparin), außerdem Diabetes mellitus, Tumorerkrankungen, Fieber, ein schlechter Allgemeinzustand oder starke Mangelernährung.

 

Nach der Behandlung

 

Nach einer Sitzung kommt es zu einer Nachblutung von 2 bis 36 Stunden. Diese ist erwünscht, weil sie das Gewebe entlastet und reinigt. Bitte stoppe sie nicht. Dein Tier sollte am Behandlungstag Ruhe haben und nicht unbeaufsichtigt sein. Die Bissstellen werden abgedeckt, damit sie nicht geleckt oder aufgekratzt werden können.

 

Nebenwirkungen

 

Die Therapie wird in der Regel gut vertragen. Möglich sind Rötungen, Schwellungen, Juckreiz oder kleine Hämatome, die von allein abklingen. Sehr selten können Infektionen auftreten, die dann vom Tierarzt mit Antibiotika behandelt werden. Allergische Reaktionen sind ebenfalls sehr selten und in der Regel lokal begrenzt.

 

Rechtliche Hinweise

 

Blutegel gelten nach der EU-Verordnung und dem deutschen Arzneimittelgesetz (§2 Abs.1 Nr.1 AMG) als Fertigarzneimittel. Deshalb dürfen ausschließlich Tiere eingesetzt werden, die von zugelassenen Arzneimittelherstellern oder Zuchtbetrieben stammen.
Die Entsorgung nach dem Einsatz ist ebenfalls gesetzlich geregelt (§1 Tierschutzgesetz): Blutegel dürfen nicht mehrfach verwendet werden und müssen nach der Behandlung fachgerecht und tierschutzgerecht getötet werden.

 

👉 Wichtig: Eine Blutegeltherapie darf nur in Absprache mit einem Tierarzt durchgeführt werden und muss tierärztlich verordnet sein. Wir informieren dich vor jeder Behandlung ausführlich über die rechtlichen Grundlagen und den Ablauf.

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